Biomasse Suisse

Qualität

Es gibt Gemeinden, die das Grüngut mit eigenen Müllfahrzeugen selbst sammeln. Der Gross- teil der Gemeinden ist aber nicht im Besitz der Sammelfahrzeuge und lässt diese Dienstleistung durch spezialisierte Unternehmen ausführen. Meistens werden mehrjährige Perioden für die Vertragsdauer dieser Dienstleistung gewählt. In aller Regel übersteigt das Vertragsvolumen die Summe, die freihändig vergeben werden kann. Ab einem Auftragswert von 150’000CHF sind Logistik-Dienstleistungen wie andere Dienstleistungen öffentlich auszuschreiben. Die Gemein- den nehmen für diese Ausschreibungen meist die Musterausschreibungen für Abfall- oder Wertstoffsammlungen als Vorlage. Diese wurden vom OKI (Kommunale Infrastruktur, heute SVKI) und der ASTAG ausgearbeitet. Angepasste Submissionsunterlagen für die Verwertung und Logistik von Grüngut finden Sie hier. Diese befinden sich in der Vernehmlassung.

Alle Verbände der Grüngutbranche erarbeiteten bis 2010 eine neue Qualitätsrichtlinie, die auf der Richtlinie 2001 des VKS basierte, einem Vorgängerverband von Biomasse Suisse.  Die Arbeiten wurden von der Inspektoratskommission der Kompostier- und Vergärbranche der Schweiz koordiniert und überwacht. Sie verabschiedete die Endversion. Laden Sie die Richtlinie hier

Entscheidend für die Akzeptanz der Grüngutschiene ist die strikte Einhaltung der Hygienevorschriften. Grundlegendes wird dazu in der Qualitätsrichtlinie 2010 bestimmt (Kapitel 2.3., Hygieneanforderungen ab Seite 9). Eine ausführliche Studie der ZHAW Wädenswil (Vergärungs- und Kompostierungsanlagen als Hygienebarrieren), deren Vorarbeiten bereits in der Richtlinie übernommen wurden, stammt vom Juni 2010 und ist hier ladbar. 

Zur Zeit gilt mit Ausnahme der Analysehäufigkeit weiterhin die Weisung 1995 der FAC zur Mindestqualität von Kompost. Sie kann in drei Teilen geladen werden (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Die Vollzugshilfe zur neuen Abfallverordnung (VVEA, ab 1.1.2016) wird vermutlich neue Regeln definieren.

Zur Qualität gehört auch, dass keine Samen von invasiven Neophyten verbreitet werden. Das Merkblatt der Arbeitsgruppe AGIN-B vom November 2015 gibt Hinweise zur Kompostierung und Vergärung von invasiven Neophyten. Es wurde in Zusammenarbeit mit Biomasse Suisse erarbeitet.