Biomasse Suisse

Aktuelle News

Neues Vorstandsmitglied von Bio Suisse

Claude Alain Gebhard kandidiert als Vorstandsmitglied von Bio Suisse: «Ich setze mich für den Einsatz von Kompost in der biologischen Landwirtschaft ein. Der Erhalt von Humus im Boden muss einen wichtigen Stellenwert erhalten, da sonst die Gesundheit und die Ertragsfähigkeit der Böden gefährdet ist.

Um unsere CH Bio Knospe-Märkte zu unterstützen und zu entwickeln, plane ich, mich im nächsten Frühjahr beim Bio Suisse Vorstand zu bewerben.

Ich habe bereits die volle Unterstützung von Bio Vaud erhalten, die meinen Antrag bis zum 15. Februar 2020 offiziell vorlegen wird, aber auch die Unterstützung von Progana, Demeter und der IG Bio Weide Beef, die ich seit dem vergangenen Frühjahr leite.»

Claude-Alain Gebhard
Landwirt und Agronom, MSc BFH lifesciences

Wir von Biomasse Suisse unterstützen die Kandidatur von Claude-Alain Gebhard damit der Kompost ein stärkeres Gewicht erhält und wären froh, wenn Sie dies in ihrem beruflichen Umfeld ebenfalls machen könntet.

Ausblick für Power-to-X-Technologien in der Schweiz

Der Einsatz von Wasserstoff in Brennstoffzellenfahrzeugen und die Produktion von synthetischem Methan als Ersatz für Erdgas als Heiz- und Verkehrskraftstoff sind im Schweizer Kontext vielversprechende Optionen für P2X. Obwohl es eine Fülle von Informationen über P2X-Technologien gibt, sind diese im Allgemeinen verstreut und wurden im Schweizer Kontext nicht systematisch analysiert.

Eine von Biosweet durchgeführte Studie liefert nun eine Synthese und Bewertung für den Schweizer Energiemarkt. Sie kann hier heruntergeladen werden.

Anforderungen Bio Suisse an Kompost und Gärgut

Bio Suisse will sich als Premium Label auch im Bereich vom Kompost und Gärgut von den durchschnittlichen Produkten abgrenzen : Der Plastikeintrag auf den Feldern durch diese Produkte soll stufenweise reduziert werden. Kompost und Gärprodukte werden künftig auf der Betriebsmittelliste aufgeführt werden. Neu gelten folgende Grenzwerte :

  • Ab 1.1.2021 :0.1% Kunststoffe (bezogen auf Trockensubstanz TS)
  • Ab 1.1.2024 : 0.05% Kunststoffe (bezogen auf Trockensubstanz TS)

Neue deutsche und schweizerische Studien

Neue deutsche und schweizerische Studien heben die positiven Auswirkungen von mit Biomethan betriebenen Autos im Vergleich zu Elektrofahrzeugen hervor.

Eine Studie des ADAC und des TCS untersuchte die derzeit gängigsten Kraftstoffarten hinsichtlich der Treibhausgasemissionen auf Basis eines VW Golf. Die Studie kam zum Schluss, dass Elektroautos am besten abschneiden, wenn sie zu 100% mit Ökostrom betrieben werden. Andererseits weisen Erdgas-Pkw beim derzeitigen (deutschen) Strommix die beste Treibhausgasbilanz auf. Der Einsatz von 15% Biomethan verbessert die Bilanz von Erdgas-PKWs erheblich.

Merh Informationen hier.

Schweizer Gaswirtschaft folgt ihrer Roadmap

Die Schweizer Gaswirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Gase im Privatkundensegment des Wärmemarktes auf 30 % zu erhöhen. Die Umsetzung der Strategie verläuft planmäßig. Neue Biogasanlagen, die ihre Produktion direkt ins Netz einspeisen, wurden in Colombier (NE), Grenchen (SO) und Bachenbülach (ZH) in Betrieb genommen. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

An der letzten Sitzung der Bundesversammlung hat der Ständerat beschlossen, dass die zur Wärmeerzeugung eingesetzten erneuerbaren Gase aus der Teilzuweisung der CO2-Abgabe finanziell unterstützt werden können. Dies ist eine langjährige Forderung des VSG und von Biomasse Suisse. Obwohl die Umrisse der Lösung noch nicht klar definiert sind, beginnt der VSG, wie das derzeitige Unterstützungsmodell verbessert werden könnte.

Der ganze Bericht finden Sie hier.

Verlängerung der Befristung Steuererleichterungen für biogene Treibstoffe

Das Bundesgesetz über die Verlängerung der Befristung der Steuererleichterungen für Erdgas, Flüssiggas und biogene Treibstoffe und über die Änderung des Bundesgesetzes über die Reduktion der CO2-Emissionen wurde vom Parlament beraten. Die Verlängerung der Befristung der Steuererleichterung für biogene Treibstoffe wurde von beiden Räten beschlossen.

Schlussabstimmungen
Nationalrat - namentlich - nominatif: 17.405/19949pdf
Für Annahme des Entwurfes: 151 Stimmen
Dagegen: 42 Stimmen (davon 41 von der SVP!)
(4 Enthaltungen)

Ständerat
Für Annahme des Entwurfes: 44 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(0 Enthaltungen)

Biogas-Veredelung im kleinen Massstab

Biogas aus der Fermentierung organischer Abfälle aus Industrie, Haushalten oder der Landwirtschaft wird heute gern in Blockheizkraftwerken zur Produktion von Strom und Wärme genutzt. Vermehrt wird Biogas in jüngster Zeit aber auch zu erneuerbarem Methan veredelt, das ins Erdgasnetz eingespeist oder direkt zur Betankung gasbetriebener Fahrzeuge eingesetzt werden kann. Der Maschinenbauingenieur Ueli Oester stellt mit seiner Firma Apex AG (Däniken/SO) Kleinanlagen her, mit denen die Aufbereitung von Biogas und die Einspeisung bzw. direkte Verwendung auch im kleinen Massstab gelingt. Die neuste Kompaktanlage speist seit Ende 2018 Biomethan ins Neuenburger Erdgasnetz. In Frutigen (BE) soll im Spätherbst 2019 eine neue Biomethan-Tankstelle den Betrieb aufnehmen. 

Den Fachartikel finden Sie hier. Ein Video, in dem Ueli Oester das Potenzial seiner Anlagen erklärt, ist hier abrufbar.

Erneuerbares Gas: Eine Million Fahrzeuge antreiben

Der Übergang von konventionellen zu alternativen Antrieben hat begonnen. Derzeit sind in der Schweiz rund 110'000 Personenwagen mit alternativem Antrieb ausgestattet, was einem Anteil von 2,5% entspricht. Die meisten davon sind Plug-in-Hybridfahrzeuge, zusätzlich 18’000 Elektrofahrzeuge und 11’000 CNG (Compressed Natural Gas) Fahrzeugen (Erdgas und Biogas). Die Elektromobilität wird in der ökologischen Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Bis 2030 will das BFE den Anteil der Elektrofahrzeuge (inkl. Plug-in-Hybride) gemäss der "Strategie für das Schweizer Energieprogramm 2021-2030" auf 38% der Neuwagen erhöhen.

Der CNG-Motor ist eine bewährte Technologie, die auch in Kombination mit der Technologie «Power-to-gas» angewendet werden kann. Diese Technologie soll die CO2-Emissionen im Individualverkehr deutlich reduzieren. Künftig könnte synthetisches Methan mit sehr niedrigen CO2-Emissionen in der Schweiz bis zu einer Million PKWs antreiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und des Paul Scherrer Instituts (PSI) im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Als CNG ist Methan ein bewährter, sicherer und sauberer Treibstoff, der in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden kann.

Coca-Cola Schweiz und Biomethan

Coca-Cola Schweiz setzt bereits auf Erdgas und Biogas als Treibstoff. Bis November 2019 wird der Getränkehersteller die größte CNG-Flotte der Schweiz in Betrieb nehmen. Insgesamt 180 PKWs der Marken Audi, Skoda und VW Nutzfahrzeuge werden den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Coca-Cola wird Ende August die ersten 70 Fahrzeuge auf die Straße bringen, weitere 110 Fahrzeuge folgen im November.

"Der Verkauf von Getränken reicht nicht aus", sagte Patrick Wittweiler, Head of Sustainable Development bei Coca-Cola Schweiz in seiner Funktion als Country Sustainability Manager. Um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren, setzt Coca-Cola bei der Mobilität auf CNG. Die ersten 1000 Kilometer wird jedes der 180 Fahrzeuge ausschließlich mit Biogas, also nahezu CO2-frei, betrieben.

Detektion Fremdstoffe in biogenen Abfällen

Fremdstoffe im Grüngut gibt es, seit diese separat gesammelt und kompostiert werden. Früher waren diese auf den Quartierkompostieranlagen aber kein grosses Problem, da die Verursacher in der Regel schnell ausfindig gemacht wurden und dementsprechend gemassregelt werden konnten. Mit der heutigen Grünabfuhr und der Verwertung auf zentralen Kompostier- und Vergärungsanlagen ist dies aber eine schwierigere Aufgabe geworden. Wir als Biomasse Suisse, haben uns dieser Problematik angenommen und verschiedene Informationskampagnen zur Verminderung von Fremdstoffen durchgeführt. Als zusätzliche Massnahme haben wir nun zusammen mit Industriepartnern ein völlig neues System entwickelt: Die Fremdstoffe im Grüngut werden bei der Entleerung des Containers in das Sammelfahrzeug gescannt und auf Fremdstoffe untersucht. Diese Information wird vom Kehrichtfahrzeug mit den anderen Daten, wie Gewicht des Containerinhaltes oder dem Standort, an die Gemeinde geschickt. Mit den Angaben zur Grüngutqualität können die Gemeinden nun sehr gezielt Informationen an die Betroffenen weitergeben und allenfalls auch Sanktionsmassnahmen aussprechen.

Hier finden Sie den Beitrag vom SRF des Versuchs in Winterthur.